Chinesische Garten Bochum – kostenlos und paradiesisch

Er ist eine Rarität und ein Ort besonderer Schönheit: Der „Qian Yuan“ getaufte Garten der Ruhr Uni in Bochum. Ein Geschenk der Shanghaier Partneruni, das von Architekten und Handwerkern aus dem Land der Mitte errichtet wurde. Die märchenhafte Anlage verströmt Ruhe und Harmonie und steht Besuchern kostenlos offen. Damit seine Schönheit die Zeit überdauert, wird der Chinesische Garten Bochum regelmäßig von Kunsthandwerkern renoviert. Auch aktuell – aber die Wiedereröffnung steht unmittelbar bevor!

Asiatische Architektur im Ruhrgebiet

Strahlend weiße Mauern umschließen den Garten. Kleine, vergitterte Sichtfenster lassen das Innere erahnen. Hier erhascht der Blick eine Seerose, dort einen Teil des plätschernden Wasserfalls. Blauschimmernde Libellen fliegen über den Teich, bunte Kois kommen neugierig an die Wasseroberfläche. Und am Ufer stimmen Frösche vielstimmige Konzerte an.

Der Chinesische Garten Bochum, der mitten im Botanischen Garten der Ruhr-Uni liegt, ist das sichtbarste Symbol des Fernen Ostens im Ruhrgebiet. Und ein Ort, an dem Schönheit und Ästhetik absolut sind.

Wiedereröffnung im August 2025

So schön der Ort ist, so gefährdet ist er: Neben dem natürlichen Verfall setzt ihm schon seit Jahren Vandalismus zu. Mit Galgenhumor berichtet der Kurator des Botanischen Gartens, dass in warmen Sommernächten der Garten bei Nacht, obwohl er geschlossen ist, besser besucht sei als bei Tag. Deshalb muss die Anlage regelmäßig renoviert werden. Organisiert werden die kostenintensiven Arbeiten von einem Förderverein, der für den Fortbestand des paradiesischen Ortes kämpft. Spenden sammelt, Führungen anbietet und Veranstaltungen organisiert.

Die seit Juni laufenden Arbeiten stehen aber kurz vor ihrem Abschluss und sobald die chinesischen Kunsthandwerker die Anlage verlassen haben, wird er wieder für die Öffentlichkeit geöffnet.

Ort der Ruhe und Meditation im Ruhrgebiet

Der Garten wurde 1990 erbaut und begeistert seither Besucher. Trotz seiner Lage auf dem Gelände der Ruhr-Uni ist er erstaunlich ruhig. Nur die Geräusche der Natur sind zu hören. Ein Rückzugsort, der in eine andere Welt führt: Das Pfirsischblütenland, ein irdisches Paradies, das in China jedes Kind kennt. Der verwunschene Ort ist perfekt für eine Pause vom Alltag, zum Meditieren, Lesen oder einfach Durchatmen. Viele berichten, dass sie die Sorgen des Alltags im Chinesischen Garten Bochum für einen Moment vergessen würden.

Sensationelle Fotospots in Bochum

Vor allem die Wasserpavillons mit ihren geschwungenen Dächern, deren schwarzschimmerndes Ziegelmeer in der Sonne glitzert, locken Fotofreunde an. Tausende konkav geformte Ziegel sind kunstvoll übereinandergeschichtet. Sie spiegeln sich im Wasser, auf dessen Oberfläche Seerosen wachsen – die ursprünglich vorgesehenen Lotusblüten haben im Revier nicht überlebt. Selbst an grauen Tagen bietet der Ort spektakuläre Motive, was an der ausgefeilten Architektur liegt: Alle Elemente, die in einen chinesischen Garten gehören, sind in Bochum auf kleinstem Raum gegeben. Am schönsten ist der Garten mit Schattenwurf in der Dämmerung.  

Asiatische Gartenkunst in Deutschland

Wer den ummauerten Garten besucht, betritt eine märchenhafte Welt, die sich erst nach und nach öffnet. Europäische Gärten gleichen einer Pizza – sie liegen offen und zeigen direkt, was sie zu bieten haben. Chinesische Gärten sind hingegen wie ein asiatisches Teigtäschchen – man oder frau muss erst einmal reinbeißen, bevor sich der ganze Geschmack entfaltet. Und so passieren Besucher erst das große, hölzerne Eingangsportal bevor sie über kleine Winkelgänge zum Inneren des ummauerten Gartens gelangen – und seine Geheimnisse entdecken.   

Führungen im Chinesischen Garten Bochum

Der Förderverein bietet regelmäßig offene Führungen an. Immer am dritten Samstag im Monat. Die nächsten Führungen finden wie folgt statt:

  • 16. August 2025, um 15 Uhr
  • 20. September 2025, um 15 Uhr

Kostenlose Teilnahme – Spenden erwünscht

Nicht nur der Eintritt in den Chinesischen Garten Bochum ist kostenlos, auch die Führungen werden für lau angeboten. Allerdings freut sich der Verein über jede Spende und jede helfende Hand – ohne sie ist der Fortbestand des Juwels einfach nicht zu garantieren.

Anreise und Öffnungszeiten

  • Öffnungszeiten: Sommerhalbjahr: 9:00 – 18:00 Uhr
  • Winterhalbjahr: 9:00 – 15:30 Uhr
  • Adresse: Universitätsstraße 150, 44801 Bochum
  • Anfahrt mit dem ÖPNV: U35: Haltestellen Lennershof oder Uni‑Center; Bus 320/375
  • Eintritt: frei
  • Hunde: im Freiland erlaubt, aber nur an kurzer Leine

Noch mehr Bochum und Garten-Tipps

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert